Es handelt sich zunächst nur um die unteren drei der im Bau befindlichen, insgesamt sieben Parketagen. Spätestens im September sollen alle Etagen mit dann insgesamt 332 Stellflächen fertig sein. Die Gesamtbaukosten fürs Parkhaus
werden auf rund 2,8 Millionen Euro beziffert. Für Parkplatzsuchende, die bereits gestern das neue Angebot rege nutzten, ergeben sich, zumindest bis Juli, noch einige kleine Hindernisse. So soll dann erst das Haupttreppenhaus mit seinen Aufzügen in Betrieb gehen. Dann eröffnet auch die erste Arztpraxis in dem als Praxen- und Geschäftshaus konzipierten Neubaukomplex mit seiner markanten Form.

Doch sind Zu- und Abfahrt wie auch Ein- und Ausgänge bereits aus allen jetzt offenen Parketagen zu erreichen. Das Gloria-Parkhaus ergänze die Parkplatzplanung entlang des City-Rings um einen weiteren Baustein im mittelpreisigen Segment, erklärte Kowol beim „Bandschnitt“. 45 Minuten Parkzeit kosten hier einen Euro, während des Testbetriebs bis zum 26. Mai ist das Abstellen sogar kostenlos. Es wird damit auf jeden Fall günstiger als die Tiefgarage unter dem Marktplatz. Trotzdem sei die komplette Innenstadt fußläufig gut erreichbar; obwohl die Plätze hier eher dem erwarteten Kunden- und Patientenstrom des Ärztehauses dienen sollen. Mit dem Gloria-Palais erweitere sich das Parkplatzangebot entlang des City-Rings „auf weit über 3000 Stellplätze insgesamt“, so Kowol. Wobei die Parkhäuser am Frankfurter Tor und in der Nürnberger Straße nach wie vor die größten Stützpunkte für das innerstädtische Parkwesen bildeten.

Ergänzt werden soll das Angebot baldmöglichst um eine Erweiterung der Parkanlage unter der Main-Kinzig-Halle, so der Baudezernent – einschließlich Einbindung in das Parkplatz-Leitsystem. Die Plätze dort sollen der Nord-Ost-Anbindung, auch in Richtung Lamboystraße, dienen, und ebenfalls „im mittleren Preissegment“, so Kowol, kostenpflichtig werden. Des Weiteren seien Systeme wie etwa „Park & Bike“ angedacht, die Vorbereitungen für ein städtisches Fahrrad-Verleihangebot seien bereits weit gediehen. Darauf angesprochen, ob er auch erst „dreimal wiedergewählt werden“ müsse, wie tags zuvor der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) sich humorvoll zu seinen zeitlichen Erwartungen im Hinblick auf den Ausbau der Bahnstrecke Hanau-Fulda geäußert hatte (der HA berichtete), konnte Kowol beruhigen: „Das Fahrradangebot will ich umgehend realisieren.“ Zur Nordmainischen S-Bahn und deren Anbindung an Hanau äußerte sich Kowol ebenfalls zuversichtlich. Sie sei in der Zeitplanung, er rechne „mit einem Baubeginn 2017 bis 2019“. Noch nicht im derzeit in Überarbeitung befindlichen Verkehrswegeplan des Landes bis zum Jahr 2030 enthalten sei dagegen der Ausbau der Bahnstrecke Hanau-Fulda. Hier hoffe er aber auf eine Aufnahme bis zum Herbst.

Es fehle noch die Bundesfinanzierung, die wiederum von konkreten Planungsschritten weiterer Projektbeteiligter, wie der Deutschen Bahn AG oder dem Land, anhängig wären. Nicht das erste, aber ungemein repräsentative und edle Fahrzeug, das die Garage nutzen wollte, war ein richtiger Oldtimer: ein cremeweißer Cadillac „Sixty Two Convertible“ des Baujahres 1953, mit blitzendem Chrom und knallroter Lederausstattung. Stolze Besitzerin ist Stefanie Arnheiter, die gemeinsam mit Georg Johann Wissler die „Gloria Palais Projektgesellschaft mbH“ leitet. Die Bauarbeiten führt die Firma Wöhr & Bauer als Generalunternehmer durch.

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